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Mehr Würde für schwerstkranke und sterbende Patienten

19.09.2019

Die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Rostock hat in einem Festakt die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen unterzeichnet. Damit bekennt sich die Klinik in fünf Leitsätzen zur Verbesserung der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Die Charta setzt sich für Menschen ein, die sich aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit dem Sterben und dem Tod auseinandersetzen müssen.

„Das Projekt ist eine Herzensangelegenheit für uns – vertrauen uns doch tagtäglich schwerstkranke Menschen mit all ihren Ängsten und existenziellen Herausforderungen“, erklärt Prof. Guido Hildebrandt, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Sprecher des Onkologischen Zentrums. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock, der Diakonie, der Caritas und dem Ökumenischen Ambulanten Hospiz- und Kinderhospizdienst Rostock wird die Charta zum Leben erweckt. „So erfahren die Patienten und auch ihre Angehörigen Würde und Lebendigkeit in einer von Veränderungen geprägten Zeit“, ergänzt Hildebrandt.

Mit der Charta-Unterzeichnung geht die Klinik für Strahlentherapie eine Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) ein. Im Sinne der Charta werden der Ökumenische Ambulante Hospiz- und Kinderhospizdienst Rostock sowie Studenten der HMT alle zwei Wochen im Wechsel einen Patientennachmittag gestalten. Mit Spenden des Schaustellerverbandes wurde eigens dafür der Patientenaufenthaltsraum der Station umgestaltet und ein elektronisches Piano angeschafft.

Nach einem Rundgang durch die Klinik für Strahlenhterapie wurde die Charta von Prof. Guido Hildebrandt und HMT-Rektorin Prof. Susanne Winnacker feierlich unterzeichnet. Auch Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn würdigte das Engagement der Klinik für die Patienten.

Die Charta wurde im September 2010 veröffentlicht und steht unter der Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV) und der Bundesärztekammer (BÄK). Mehr als 2.160 Organisationen und Institutionen sowie gut 25.700 Einzelpersonen – darunter zahlreiche Politiker aller Ebenen – haben sich bisher mit ihrer Unterschrift für die Charta und ihre weitere Umsetzung eingesetzt. In Mecklenburg-Vorpommern sind unter anderem die Ärztekammer MV und das Palliativmedizinische Netz Rostock mit dabei. Auch die Universitätsmedizin Rostock zählt bereits mit dem Zentrum für Innere Medizinund des interdisziplinären Bereichs der Palliativmedizin zu den Unterzeichnern.